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Gewinnaufschlag im gemeinnützigen Konzern

03.04.2017 – Thema von Betriebsprüfungen in gemeinnützigen Konzernen ist zunehmend die Frage, welche Preise für konzerninterne Dienstleistungen berechnet werden. Streitpunkt ist dabei häufig, ob und in welcher Höhe ein Gewinnaufschlag zu erheben ist, insbesondere auf Leistungen, die einem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugerechnet werden und damit zu einem potenziellen Mehrergebnis der Betriebsprüfung führen können.

Kein Ausschluss der Vorsteuerabzugsberechtigung bis 31.12.2015 bei nichtwirtschaftlicher Nutzung über 90 %

03.04.2017 – § 15 Abs. 1 S. 1 UStG eröffnet einem Unternehmer die Möglichkeit, die gesetzlich geschuldete Steuer für Lieferungen und sonstige Leistungen, die von einem anderen Unternehmer für sein Unternehmen ausgeführt worden sind, im Rahmen des Vorsteuerabzugs geltend zu machen. Die Vorsteuerabzugsberechtigung wird durch nationales Recht dahingehend eingeschränkt, dass gemäß § 15 Abs. 1 S. 2 UStG bei einer Lieferung, einer Einfuhr oder einem innergemeinschaftlichen Erwerb eines Gegenstandes, der von dem jeweiligen Unternehmer zu weniger als 10 % für dessen Unternehmen genutzt wird, der Vorsteuerabzug vollständig ausgeschlossen ist.

Diskussionsentwurf BMF Änderung der Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung

29.03.2017 – Ende Februar veröffentlichte das Bundesministerium der Finanzen einen Diskussionsentwurf zur überarbeiteten Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung (GAufzV). Der Entwurf enthält eine Vielzahl von Änderungen und Neuerungen. Die wesentlichen inhaltlichen Änderungen betreffen Anpassungen infolge der Neufassung von § 90 Abs. 3 der Abgabenordnung durch das BEPS-Umsetzungsgesetz. Kernpunkte mit hoher Praxisrelevanz sind u.a.:

Steuerfreie Einlagenrückgewähr aus EU-Körperschaften gemäß § 27 Abs. 8 KStG

27.03.2017 – Bei unbeschränkt steuerpflichtigen Körperschaften sind Einlagen, die nicht auf das Nennkapital geleistet werden, gemäß § 27 Abs. 1 S. 1 KStG auf dem steuerlichen Einlagekonto der Gesellschaft auszuweisen. Soweit Zahlungen aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgen, unterliegen diese nicht der Besteuerung, da sie eine Einlagenrückgewähr darstellen (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG).

Investmentsteuerreform 2018: Was ändert sich für die Anleger?

27.03.2017 – Am 1.1.2018 tritt die Investmentsteuerreform in Kraft. Die Reform führt zu einer umfassenden Änderung der deutschen Fondsbesteuerung unter Aufgabe des Transparenzprinzips auf Fondsebene. Anleger, die über Fondsanlagen verfügen, können das Jahr 2017 noch nutzen, um sich auf die geänderten Regeln einzustellen und steuerliche Nachteile zu vermeiden. Neu sind beispielsweise Steuerfreistellungen, die für bestimmte Fondsarten gewährt werden.

Verlustverrechnung nach § 8d KStG

27.03.2017 – Besonders junge und innovative Unternehmen (Start-up-Unternehmen) leiden unter dem Untergang von Verlusten in Fällen des § 8c KStG und der fehlenden Möglichkeit, ein verlustträchtiges Startgeschäft gegen künftige Gewinne gegenzurechnen und damit auch Steuern zu reduzieren. Denn gerade Start-up-Unternehmen können neue Investitionen oft nur gegen die Übertragung von Geschäftsanteilen einwerben.

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