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Investmentsteuerreform 2018: Was ändert sich für die Anleger?

27.03.2017 – Am 1.1.2018 tritt die Investmentsteuerreform in Kraft. Die Reform führt zu einer umfassenden Änderung der deutschen Fondsbesteuerung unter Aufgabe des Transparenzprinzips auf Fondsebene. Anleger, die über Fondsanlagen verfügen, können das Jahr 2017 noch nutzen, um sich auf die geänderten Regeln einzustellen und steuerliche Nachteile zu vermeiden. Neu sind beispielsweise Steuerfreistellungen, die für bestimmte Fondsarten gewährt werden.

Verlustverrechnung nach § 8d KStG

27.03.2017 – Besonders junge und innovative Unternehmen (Start-up-Unternehmen) leiden unter dem Untergang von Verlusten in Fällen des § 8c KStG und der fehlenden Möglichkeit, ein verlustträchtiges Startgeschäft gegen künftige Gewinne gegenzurechnen und damit auch Steuern zu reduzieren. Denn gerade Start-up-Unternehmen können neue Investitionen oft nur gegen die Übertragung von Geschäftsanteilen einwerben.

Behandlung von Konsignationslagern – BFH-Rechtsprechung widerspricht der Verwaltungsauffassung

27.03.2017 – Mit Urteil vom 20.10.2016 (V R 31/15, veröffentlicht am 18.1.2017) hat der BFH entschieden, dass sich der Ort einer Lieferung nach § 3 Abs. 6 S. 1 UStG bestimmt (Abgangsort der Ware), sofern der Abnehmer schon bei Beginn der Versendung feststeht. Eine solche (Versendungs-)Lieferung kann auch dann vorliegen, wenn der Liefergegenstand nach dem Beginn der Versendung für kurze Zeit in einem Auslieferungslager eingelagert wird.

Rückwirkende Rechnungsberichtigung

27.03.2017 – Entgegen der bisherigen Verwaltungsauffassung und unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung hat der BFH mit Grundsatzurteil vom 20.10.2016, V R 26/15, entschieden, dass eine vom Unternehmer vorgenommene Rechnungsberichtigung auf den Zeitpunkt zurückwirkt, in dem die Rechnung erstmals ausgestellt wurde.

Organschaft: organisatorische Eingliederung

27.03.2017 – Der BFH hat mit Urteil vom 12.10.2016 entschieden, dass eine organisatorische Eingliederung im Sinne von § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG auch ohne Personenidentität in den Leitungsgremien des Organträgers und der Organgesellschaft gegeben ist, wenn nach dem Anstellungsvertrag zwischen der Organgesellschaft und ihrem nominell bestellten Geschäftsführer dieser die Weisungen der Gesellschafterversammlung sowie eines angestellten Dritten zu befolgen hat, der auf die Willensbildung der Gesellschafterversammlung einwirken kann und der zudem alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer des Organträgers ist.

Erbschaft- und Schenkungsteuer: Die neue Begünstigung für Familienunternehmen

27.03.2017 – Der Gesetzgeber hat bei der Reform der Erbschaft- und Schenkungssteuer nicht nur die bisherigen Begünstigungen für die Übertragung von Betriebsvermögen auf Druck des BVerfG stärker differenziert und dabei so komplex gestaltet, dass der Beruf des Steuerberaters gesichert bleibt. Er hat auch erstmals eine besondere Begünstigung für Familiengesellschaften geschaffen. Gemäß § 13a Abs. 9 ErbStG wird bei Familienunternehmen ein Abschlag auf den Wert des begünstigten Vermögens des Unternehmens von bis zu 30 % vorgenommen.

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