Bundestagswahl 2017: Arbeitnehmer, Dienstwagen und die Förderung von Start-ups

Um für die Zukunft gewappnet zu sein, benötigt die deutsche Wirtschaft neue Unternehmen mit innovativen Ideen. Daher soll die Förderung von Start-ups nach den meisten Wahlprogrammen ausgebaut werden.

Wagniskapital, Start-up-Förderung

Die CDU/CSU schlägt eine Verbesserung der Bedingungen für Wagniskapital durch steuerliche Förderungen vor. Konkrete Aussagen fehlen noch. Die CSU schlägt in ihrem Bayernplan zusätzlich vor, den Zugang für Start-ups zu Wagniskapital durch eine steuerliche Förderung zu erleichtern. Wer sich an Start-ups beteiligt, soll das von der Steuer absetzen können.

Ein weiterer Vorschlag kommt von der FDP: Für Unternehmensgründer soll der gewerbesteuerliche Freibetrag von bisher 24.500 Euro für die ersten drei Jahre verdoppelt werden. Zudem soll der bisher nur für Personengesellschaften und Einzelunternehmen geltende Freibetrag in den ersten drei Unternehmensjahren auch für Kapitalgesellschaften gelten.

Auch die geplante Forschungsprämie, die mit der Steuerschuld verrechnet oder – im Verlustfall – als negative Einkommensteuer ausgezahlt wird, soll als Liquiditätsspritze besonders Start-ups helfen.

Auch die SPD will die Rahmenbedingungen für Wagniskapital verbessern, indem die Antragstellung für Förderprogramme zur schnellen Unterstützung vereinfacht werden soll.

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen will vor allem Unternehmen mit neuen Ideen unbürokratisch fördern. Mit einem steuerlichen Forschungsbonus von 15 % auf alle Forschungs- und Entwicklungsausgaben sollen kleine und mittlere Unternehmen gefördert werden. Firmen, die noch keine Gewinne erzielen, bekommen diesen Bonus ausgezahlt, was besonders Gründern und innovativen Start-ups unterstützen würde.

Arbeitnehmer

Auch für Arbeitnehmer soll es Änderungen geben. Die FDP plant die Erhöhung der Arbeitnehmer-Pauschbeträge. Auf welche die Höhe diese steigen sollen, steht allerdings noch aus.

Die Partei Die Linke will die heutige Pendlerpauschale in eine sozial gerechte Mobilitätszulage umwandeln. Die dabei frei werdenden Mittel möchte die Partei in den öffentlichen Personennahverkehr investieren. Außerdem planen die Linken die Wiedereinführung von Steuerfreibeträgen für Abfindungen.

Dienstwagenbesteuerung

Auch die Dienstwagenbesteuerung könnte verändert werden, wenn es nach Bündnis 90/Die Grünen geht. Sie wollen die Besteuerung von Dienstwagen künftig an den CO2-Ausstoß koppeln. Dabei sollen verbrauchsarme Pkw besser gestellt werden.

Auch die Partei Die Linke fordert eine Umgestaltung des Dienstwagenprivilegs nach ökologischen Kriterien.

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